Was ist ein automatisches Kleinteilelager (AKL)?
Ein automatisches Kleinteilelager (AKL) ist ein Lager- und Kommissioniersystem, das Prozesse wie Einlagerung, Transport und Entnahme automatisch und digital steuert. Anstatt dass Mitarbeiter Regale ablaufen, werden die benötigten Artikel automatisch durch Roboter-Shuttles an die Kommissionierstation transportiert. Dadurch entfallen lange Wege und Suchzeiten, während Arbeitsprozesse deutlich effizienter und fehlerärmer werden.
Ein AKL bündelt Lagerung, Transport und Kommissionierung in einem integrierten System und schafft damit die Grundlage für skalierbare, automatisierte Logistikprozesse.
Merkmale:
- Von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Behältern skalierbar
- Shuttle-Roboter, die für die Ein- und Auslagerung der Behälter sorgen
- Kommissionierstationen, an denen Mitarbeiter Artikel entnehmen oder einlagern können
- Zentrale Steuerung über ein Lagerverwaltungssystem (WMS) oder Anbindung an ein ERP-System
Wie funktioniert ein automatisches Kleinteilelager?
Das automatische Kleinteilelager (AKL) besteht aus einem kompakten Regalsystem, intelligent gesteuerten Robotern und einer Software zur Lagerplatz- und Zugriffssteuerung. Die Roboter transportieren die Artikel schnell und fehlerfrei zur Ausgabe. An der Kommissionierstation bekommt der Mitarbeiter die Ware präsentiert und kann sie verwenden. Durch die hohe Dichte ist die Lagerkapazität pro Quadratmeter deutlich höher als bei manuellen Regalen. Das System verwaltet die Lagerplätze und optimiert die Wege, um kurze Zugriffszeiten zu garantieren. Dabei werden Daten in Echtzeit gespeichert und der Mitarbeiter erhält jederzeit Überblick über die Bestände.
Was sind die Vorteile eines automatischen Kleinteilelagers?
Flächeneffizienz
- Bis zu 70 % weniger Lagerfläche notwendig
- Jede Raumhöhe nutzbar: ab 2,50 m bis 7,50 m
- Vermeidung externer Lagerflächen oder Neubauten
Produktivität steigern
- Wegfall von Suchzeiten und Laufwegen
- Höhere Anzahl an Picks pro Stunde
- Kürzere Durchlaufzeiten
- Reduzierte Fehlerquoten
Mitarbeiterfreundlich
- Lichtgeführte Kommissionierung
- 10 Minuten Einarbeitungszeit
Transparenz
- Permanente Inventur: Bestände jederzeit abrufbar
- Daten zur Bestandsgenauigkeit in Echtzeit einsehbar
Skalierbarkeit & Zukunftssicherheit
- Systeme sind modular erweiterbar
- Anpassbar an saisonale Spitzen oder Änderungen im Sortiment
- Grundlage für Digitalisierung und Industrie-4.0-Strategien
Für wen lohnt sich ein automatisches Kleinteilelager (AKL)?
Für Unternehmen,
- die mit Platzproblemen und steigenden Lagerkosten umgehen müssen.
- die Fachkräfteengpässe in der Logistik erleben.
- bei denen manuelle Regale regelmäßig zu Produktivitätsverlusten führen.
- die mit ihren Mitbewerbern mithalten wollen und sich ihre Zukunftssicherheit sichern möchten.
Fazit
Ein automatisches Kleinteilelager ist kein „Luxusprojekt“ für große Konzerne, sondern eine praxisnahe Lösung für den Mittelstand, die notwendig ist, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Wer heute noch manuell lagert, verliert Zeit, Fläche und Produktivität. Wer automatisiert, gewinnt Effizienz, Transparenz, Geschwindigkeit und senkt langfristig die Kosten.








